Thomas SchweigGründer von AMS-Pro - Arbeitsschutzsoftware, modern, flexibel, online Schluss mit unendlichen Excel Listen
Inhaltsverzeichnis
- Das Fundament für sicheres Arbeiten im Betrieb
- Gesetzliche Pflicht und Haftungsrisiken
- Mehr als nur ein Dokument: Der Grundstein für eine starke Sicherheitskultur
- So bauen Sie eine praxisnahe und rechtssichere Betriebsanweisung auf
- Die Kernbestandteile im Detail
- Formulierungsbeispiele, die in der Praxis funktionieren
- Wie sie die Gefährdungsbeurteilung als Grundlage nutzen
- Vom Risiko zur konkreten Anweisung
- Rechtliche Verankerung und Tragweite
- So werden Ihre Unterweisungen lebendig und wirksam
- Interaktive Methoden für nachhaltigen Lernerfolg
- Auditsichere Dokumentation und digitale Helfer
- Vergleich der Unterweisungsmethoden
- Digitale Werkzeuge: So bringen Sie Ordnung in den Prozess
- Vom Chaos zur Kontrolle: Alles an einem zentralen Ort
- Fristen, Prüfungen und Nachweise fest im Blick
- Häufige Fragen zur Betriebsanweisung für PSA
- Muss wirklich für jede einzelne PSA eine eigene Anweisung her?
- Wie oft müssen Betriebsanweisungen eigentlich aktualisiert werden?
- Reicht es, die Anweisung einfach nur auszuhängen?

Do not index
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Eine Betriebsanweisung für PSA (persönliche Schutzausrüstung) ist mehr als nur ein Blatt Papier – sie ist eine rechtlich bindende Anleitung, die Ihren Mitarbeitern schwarz auf weiß zeigt, wie sie ihre Schutzausrüstung richtig und sicher verwenden. Man kann es nicht oft genug betonen: Dieses Dokument ist keine nette Geste, sondern eine unverhandelbare Pflicht des Arbeitgebers, die sich direkt aus dem Arbeitsschutzgesetz und der PSA-Benutzungsverordnung ableitet.
Das Fundament für sicheres Arbeiten im Betrieb
Jeder Arbeitsunfall ist einer zu viel. Wenn man genauer hinschaut, liegt die Ursache oft im Detail – zum Beispiel in einer unklaren, missverständlichen oder schlichtweg fehlenden Betriebsanweisung für die persönliche Schutzausrüstung. Dieses Dokument ist das entscheidende Bindeglied zwischen der bereitgestellten Ausrüstung und dem Menschen, der sie trägt. Ohne eine glasklare Anleitung bleibt selbst der teuerste Schutzhelm oder die modernste Schutzbrille im Zweifel wirkungslos.

Gesetzliche Pflicht und Haftungsrisiken
Das Erstellen einer Betriebsanweisung ist keine freiwillige Übung. Die Pflicht dazu ist fest im deutschen Arbeitsschutz verankert. Verschiedene Vorschriften greifen hier ineinander und spannen ein engmaschiges Schutznetz für alle Beschäftigten.
Diese Tabelle fasst die wichtigsten gesetzlichen Vorschriften für die Erstellung von Betriebsanweisungen für PSA zusammen und zeigt die möglichen Folgen bei Nichteinhaltung.
Vorschrift | Kernaussage | Mögliche Konsequenzen bei Verstoß |
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) | Arbeitgeber müssen alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit ihrer Beschäftigten treffen. | Bußgelder, zivilrechtliche Haftung, strafrechtliche Verfolgung. |
PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) | Für jede bereitgestellte PSA müssen Informationen in verständlicher Form und Sprache zur Verfügung gestellt werden. | Anordnungen der Aufsichtsbehörde, Bußgelder, Haftungsrisiko im Schadensfall. |
DGUV Vorschriften | Branchenspezifische und detaillierte Vorgaben zu Inhalt, Form und Umsetzung der Betriebsanweisungen. | Erhöhte Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Regressforderungen der Unfallversicherung. |
Das Ignorieren dieser Vorschriften ist also alles andere als ein Kavaliersdelikt. Im Schadensfall drohen nicht nur empfindliche Bußgelder, sondern auch zivilrechtliche Klagen und, im schlimmsten Fall, sogar strafrechtliche Konsequenzen für die Geschäftsführung oder die verantwortliche Sicherheitsfachkraft.
Mehr als nur ein Dokument: Der Grundstein für eine starke Sicherheitskultur
Der wahre Wert einer gut gemachten Betriebsanweisung für PSA geht aber weit über die reine Absicherung hinaus. Sie ist ein zentrales Werkzeug, um eine lebendige und proaktive Sicherheitskultur im gesamten Unternehmen zu verankern. Wenn Mitarbeiter nicht nur wissen, was sie tun sollen, sondern auch, warum sie eine bestimmte Ausrüstung tragen und wie diese sie schützt, wächst die Akzeptanz ganz von allein. Das Sicherheitsbewusstsein im Team wird spürbar gestärkt.
In Deutschland ist die Betriebsanweisung für PSA ein zentrales Element des Arbeitsschutzes, welches die PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) klar regelt. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) zählt jährlich über 2,5 Millionen Meldefälle von Arbeitsunfällen. Erschreckend dabei: In rund 40 % der Fälle spielen unzureichende PSA-Nutzung oder fehlende Anweisungen eine entscheidende Rolle. Weitere Informationen zu den Anforderungen zur Bereitstellung und Benutzung von PSA finden Sie bei der BAuA.
Letztendlich rettet dieses Dokument im Ernstfall Leben und verhindert schwere Verletzungen. Es gibt klare Handlungsanweisungen – nicht nur für den reibungslosen Alltag, sondern ganz besonders für den Fall von Störungen oder Notfällen.
So bauen Sie eine praxisnahe und rechtssichere Betriebsanweisung auf
Eine Betriebsanweisung ist nur dann wirklich nützlich, wenn sie im Arbeitsalltag funktioniert. Sie muss alle wichtigen Infos klar, knapp und unmissverständlich auf den Punkt bringen. Sehen Sie es nicht als bürokratische Pflicht, sondern als eine handfeste Anleitung, die Ihre Leute im entscheidenden Moment zur Hand nehmen. Ist die Struktur unklar oder der Inhalt zu kompliziert, führt das zu Unsicherheit – und im schlimmsten Fall zu Fehlern, die böse enden können.

Stellen Sie sich die Betriebsanweisung wie ein gutes Kochrezept vor: Jeder Schritt und jede Zutat muss glasklar beschrieben sein, damit das Ergebnis am Ende stimmt. Fehlt auch nur ein kleiner, aber entscheidender Punkt, ist die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter gefährdet. Genau deshalb haben sich in der Praxis bewährte Gliederungen durchgesetzt, die sich stark an den Vorgaben der DGUV orientieren.
Die Kernbestandteile im Detail
Eine wirklich gute Betriebsanweisung für PSA folgt immer einem logischen Aufbau. Das hat einen einfachen Grund: In einer Stresssituation muss jeder sofort finden, was er sucht. Diese Gliederung hat sich bewährt:
- 1. Anwendungsbereich: Werden Sie hier ganz konkret. Für welche Tätigkeit oder welchen Arbeitsplatz gilt diese Anweisung? Ein gutes Beispiel ist: „Für alle Schweißarbeiten in Werkstatt Halle 3“. Damit ist jede Unklarheit vom Tisch.
- 2. Gefahren für Mensch und Umwelt: Beschreiben Sie die Risiken, vor denen die PSA schützen soll, so plastisch wie möglich. Statt nur „Gefahr“ zu schreiben, formulieren Sie es aus: „Gefahr durch umherfliegende Funken und Verblitzen der Augen“.
- 3. Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln: Das ist das Herzstück Ihrer Anweisung. Hier legen Sie klipp und klar fest, welche PSA getragen werden muss und wie sich die Mitarbeiter verhalten sollen. Zum Beispiel: „Der Automatik-Schweißhelm ist bei allen Schweißvorgängen zu tragen, ohne Ausnahme.“
- 4. Verhalten bei Störungen: Was tun, wenn etwas schiefgeht? Wenn die PSA kaputt ist oder ein Notfall eintritt? Geben Sie eindeutige Handlungsanweisungen, etwa: „Bei Rissen im Visier die Arbeit sofort einstellen und den Vorgesetzten informieren.“
Diese klare Strukturierung ist kein Selbstzweck, sondern dient der schnellen Orientierung, wenn es drauf ankommt. Die Notwendigkeit solcher verständlichen Regelungen kennt man auch aus anderen Bereichen wie zum Beispiel bei der Arbeitszeiterfassung nach L-GAV, wo ebenfalls Präzision und Klarheit gefordert sind.
Formulierungsbeispiele, die in der Praxis funktionieren
Die beste Theorie nützt nichts, wenn die Umsetzung hapert. Sparen Sie sich kompliziertes Fachchinesisch und endlose Schachtelsätze. Ihre Anweisungen müssen auf den ersten Blick verstanden werden.
Hier ein paar Beispiele, wie Sie die Punkte griffig formulieren können:
PSA-Art | Schutzmaßnahme (Gute Formulierung) | Verhalten bei Störungen (Gute Formulierung) |
Gehörschutzkapseln | Gehörschutz vor dem Betreten des Maschinenraums aufsetzen. Danach den korrekten Sitz prüfen. | Bei Beschädigung oder wenn die Dämmung nachlässt: Bereich sofort verlassen und Ersatz holen. |
Schnittschutzhandschuhe | Bei allen Arbeiten mit dem Cuttermesser müssen die bereitgestellten Schnittschutzhandschuhe getragen werden. | Sobald ein Handschuh Schnitte oder andere Defekte aufweist, muss er sofort ausgetauscht werden. |
Absturzsicherung | Den Auffanggurt vor jeder einzelnen Nutzung auf Schäden prüfen (Risse, Nähte, Verschlüsse). Den Anschlagpunkt nur so verwenden, wie in der Unterweisung gezeigt. | Nach einem Sturz in den Gurt: Sofort den Notruf absetzen. Niemals versuchen, sich allein zu befreien. |
Laut DGUV müssen die Anweisungen nicht nur die Benutzung, sondern auch die Pflege und Lagerung regeln. Der Nutzen ist immens: Studien aus der Industrie zeigen, dass PSA wie Gehörschutz oder Schnittschutz in 60 % der Fälle einen Schutz von bis zu 90 % bieten, wenn die Anweisungen befolgt werden. Hält man sich nicht daran, sinkt dieser Schutzfaktor dramatisch auf nur noch 45 %. Mehr zur Wichtigkeit von Unterweisungen finden Sie auf arbeitsschutz.nrw.de.
Wie sie die Gefährdungsbeurteilung als Grundlage nutzen
Ihre Betriebsanweisung für PSA entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie ist das direkte und logische Ergebnis einer sorgfältigen Gefährdungsbeurteilung. Dieses Fundament entscheidet darüber, ob Ihre Anweisungen praxistauglich sind oder an der Realität vorbeigehen. Ohne eine systematische Analyse der Risiken ist die Auswahl der passenden PSA bestenfalls ein Schuss ins Blaue.
Am Ende des Tages ist es eine klare Kausalkette: Sie identifizieren eine Gefahr, bewerten das damit verbundene Risiko und leiten daraus die notwendigen Schutzmaßnahmen ab. Die Betriebsanweisung ist dann das finale Dokument, das diese Maßnahmen für jeden Mitarbeiter verbindlich und verständlich festhält.
Vom Risiko zur konkreten Anweisung
Der erste Schritt führt Sie immer direkt an den Arbeitsplatz und zur Tätigkeit selbst. Fragen Sie sich ganz konkret: Womit arbeiten meine Leute? Welchen Gefahren sind sie dabei wirklich ausgesetzt? Gerade in Branchen mit hohem Risiko, wie zum Beispiel die echten Risiken der Minenarbeit in Australien zeigen, ist eine fundierte Beurteilung überlebenswichtig.
Sobald die Gefahren klar auf dem Tisch liegen, geht es an die Auswahl der richtigen PSA. Es reicht eben nicht, irgendeinen Schutzhelm bereitzustellen. Der Helm muss exakt auf die spezifische Gefahr – seien es herabfallende Teile oder elektrische Spannung – abgestimmt sein.
Schließlich übersetzen Sie all diese Erkenntnisse in die Betriebsanweisung.
- Gefahr identifiziert: Ein Labormitarbeiter hantiert mit konzentrierten Säuren. Es besteht die Gefahr von Verätzungen an Haut und Augen durch Spritzer.
- PSA ausgewählt: Aufgrund dieser spezifischen Gefahr legen Sie säurefeste Schutzhandschuhe (gemäß EN 374) und eine Korbbrille mit Seitenschutz (gemäß EN 166) als zwingend erforderlich fest.
- Anweisung formuliert: In der Betriebsanweisung steht nun die klare Regel: „Bei allen Tätigkeiten mit konzentrierten Säuren sind die bereitgestellten Chemikalienschutzhandschuhe und die Korbbrille ausnahmslos zu tragen.“
Dieser systematische Ansatz stellt sicher, dass jede Anweisung einen direkten Bezug zur realen Arbeitswelt hat. Ein tiefgehendes Verständnis des Prozesses ist entscheidend; daher empfehlen wir auch unseren Leitfaden, wie Sie eine Gefährdungsbeurteilung erstellen.
Rechtliche Verankerung und Tragweite
Dieser ganze Prozess ist keine bloße Empfehlung, sondern eine strikte rechtliche Vorgabe. Die Pflicht zur Betriebsanweisung für PSA leitet sich direkt aus § 3 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und der PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) ab.
Statistiken untermauern die Dringlichkeit: In Deutschland ereignen sich jährlich rund 45.000 Absturzunfälle. Alarmierend ist, dass in 35 % dieser Fälle fehlende oder unzureichende Anweisungen eine ursächliche Rolle spielen. Das verdeutlicht die immense Verantwortung, die auf einer korrekten Gefährdungsbeurteilung lastet.
So werden Ihre Unterweisungen lebendig und wirksam
Die beste Betriebsanweisung für PSA ist nutzlos, wenn die Inhalte im Ernstfall nicht sitzen. Ein Dokument im Ordner abzulegen genügt einfach nicht. Die Informationen müssen fest im Arbeitsalltag verankert werden, und das geht nur über regelmäßige und wirklich packende Unterweisungen, die mehr sind als eine lästige Pflicht.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, passive Wissensvermittlung durch aktive Beteiligung zu ersetzen. Trockene Monologe bringen niemanden weiter. Binden Sie Ihre Mitarbeiter stattdessen aktiv ein und schaffen Sie einen echten Dialog. Das erhöht nicht nur das Verständnis, sondern auch die Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen.
Interaktive Methoden für nachhaltigen Lernerfolg
Um die Inhalte wirklich lebendig zu machen, müssen Sie weg vom klassischen Frontalvortrag. Lassen Sie Ihre Leute die PSA selbst in die Hand nehmen, anprobieren und damit hantieren. Gerade bei komplexer Schutzausrüstung der Kategorie III, wie Absturzsicherungen oder Atemschutzgeräten, ist das absolut unerlässlich.
Praktische Übungen sind hier kein „Nice-to-have“, sondern eine Notwendigkeit. Simulieren Sie echte Arbeitssituationen und lassen Sie die Mitarbeiter die korrekte Anwendung so lange trainieren, bis sie sitzt.
- Szenario aus der Praxis: Üben Sie das Anlegen eines Auffanggurts und das korrekte Einhängen in einen Anschlagpunkt. So wird aus grauer Theorie eine verinnerlichte Routine, die im Notfall Leben retten kann.
- Kleiner Wissens-Check: Machen Sie am Ende eine kurze, praktische Abfrage. Fordern Sie die Teilnehmer auf, die wichtigsten Schritte zur Überprüfung ihrer PSA direkt am Objekt zu demonstrieren.
Solche interaktiven Elemente sorgen dafür, dass die Infos nicht nur gehört, sondern auch wirklich verstanden und behalten werden. Die Wirksamkeit solcher praktischen Schulungen ist um ein Vielfaches höher als die reiner Theorievorträge.
Auditsichere Dokumentation und digitale Helfer
Nach der Unterweisung ist vor der Dokumentation. Ein lückenloser, nachvollziehbarer Nachweis ist bei Audits und erst recht im Falle eines Arbeitsunfalls Gold wert. Klar, die klassische Unterschriftenliste auf Papier geht auch, aber sie ist fehleranfällig und macht einen Haufen Verwaltungsarbeit.
Moderne digitale Werkzeuge wie eine gute Arbeitsschutzsoftware sind hier ein echter Game-Changer. Sie ermöglichen nicht nur eine zentrale und revisionssichere Speicherung der Teilnahmenachweise, sondern nehmen Ihnen auch viel Arbeit ab.
Ein direkter Vergleich der Methoden macht die Vorteile deutlich:
Vergleich der Unterweisungsmethoden
Diese Tabelle stellt traditionelle und digitale Unterweisungsmethoden gegenüber und bewertet sie nach Effizienz, Nachweisbarkeit und Mitarbeiterengagement.
Merkmal | Traditionelle Präsenzunterweisung | Digital gestützte Unterweisung (z.B. mit AMS-Pro) |
Effizienz | Hoher manueller Planungs- und Dokumentationsaufwand. | Automatisierte Einladungen, Erinnerungen und zentrale Nachweisverwaltung. |
Nachweisbarkeit | Papierlisten können verloren gehen oder unvollständig sein. | Revisionssichere, digitale Dokumentation mit Zeitstempel und Teilnehmerhistorie. |
Engagement | Hängt stark von der Tagesform des Unterweisenden ab. | Kann durch E-Learning-Module und interaktive Tests ergänzt werden, um Engagement zu fördern. |
Die digitale Unterstützung geht aber noch weiter. Durch automatische Erinnerungen an fällige Wiederholungsunterweisungen stellen Sie sicher, dass keine Frist mehr durchrutscht. Dieser strukturierte Ansatz reduziert nicht nur den administrativen Aufwand enorm, sondern stärkt auch Ihre Rechtssicherheit. Ein ähnlicher Grad an Organisation ist übrigens auch bei der Einarbeitung entscheidend, wie Sie in unserer Einarbeitungscheckliste für neue Mitarbeiter nachlesen können.
Digitale Werkzeuge: So bringen Sie Ordnung in den Prozess
Wer Betriebsanweisungen noch manuell verwaltet, kennt den alltäglichen Kampf mit Excel-Listen, Papierbergen und nahenden Fristen nur zu gut. Dieser Weg ist nicht nur ein enormer Zeitfresser, sondern auch eine tickende Zeitbombe für Fehler. Eine übersehene Prüffrist hier, eine veraltete Version dort – und schon entsteht eine gefährliche Lücke, die im Ernstfall teuer werden kann.

Genau an diesem Punkt kommen digitale Lösungen ins Spiel. Eine spezialisierte Arbeitsschutzsoftware wie AMS-Pro ist genau dafür gemacht, diesen ganzen Zirkus zu automatisieren und an einem Ort zu bündeln. Anstatt unzähliger Insellösungen schafft sie ein vernetztes System, das alles Wichtige verbindet – von der Gefährdungsbeurteilung bis hin zum letzten Prüfprotokoll der PSA.
Vom Chaos zur Kontrolle: Alles an einem zentralen Ort
Der vielleicht größte Sprung nach vorn ist die Schaffung einer einzigen, verlässlichen Datenquelle – einer „Single Source of Truth“. Damit hat das Rätselraten, welche Version einer Betriebsanweisung für PSA denn nun die gültige ist, endlich ein Ende.
Ein zentrales System bringt handfeste Vorteile mit sich:
- Logische Verknüpfungen: Jede Betriebsanweisung ist direkt mit der dazugehörigen Gefährdungsbeurteilung verlinkt. Ändert sich also die Risikobewertung, meldet das System sofort, dass auch die Anweisung angepasst werden muss.
- Smarte Vorlagen: Man muss das Rad nicht ständig neu erfinden. Mit geprüften Vorlagen, die sich schnell an den jeweiligen Arbeitsplatz oder die Tätigkeit anpassen lassen, spart man sich unheimlich viel Zeit und Mühe.
- Gesteuerte Verteilung: Neue oder überarbeitete Dokumente gehen auf Knopfdruck an die richtigen Leute raus. So haben Sie immer einen sauberen Nachweis, wer wann welche Anweisung erhalten und bestätigt hat.
Diese Zentralisierung macht den gesamten Prozess nicht nur schlanker, sondern vor allem transparenter und für jeden nachvollziehbar.
Fristen, Prüfungen und Nachweise fest im Blick
Das Herzstück einer guten Arbeitsschutzsoftware ist ein zentrales Dashboard. Hier sehen Sie auf einen Blick, wo es brennt und was als Nächstes ansteht. Vergessene Prüftermine für PSA? Gehören damit der Vergangenheit an.
Nehmen wir als Beispiel die jährliche Prüfung der Absturzsicherungen. Anstatt auf Kalendereinträge zu hoffen, erinnert das System den Verantwortlichen automatisch und mit ausreichend Vorlauf an den Termin. Die Prüfung selbst wird dann direkt vor Ort mit dem Tablet oder Smartphone dokumentiert – Fotos und digitale Unterschrift inklusive.
So ein digitaler Ablauf sichert nicht nur die Einhaltung der gesetzlichen Pflichten, sondern baut auch eine lückenlose Historie für jedes einzelne PSA-Teil auf. Ganz ähnlich wie bei der Erstellung eines sauberen DGUV-V3-Prüfprotokolls geht es darum, einen revisionssicheren Nachweis zu haben, auf den Sie sich verlassen können.
Durch die Automatisierung dieser Routineaufgaben schaffen Sie Freiräume. Ihre Fachkräfte für Arbeitssicherheit können sich wieder auf das konzentrieren, was wirklich zählt: die Sicherheit im Betrieb aktiv zu verbessern, anstatt in Verwaltungsaufgaben unterzugehen. Am Ende gewinnen Sie nicht nur Rechtssicherheit, sondern machen Ihr gesamtes HSE-Management spürbar schlagkräftiger.
Häufige Fragen zur Betriebsanweisung für PSA
Im Arbeitsalltag kommen immer wieder die gleichen Fragen zur Betriebsanweisung für PSA auf. Als Sicherheitsfachkraft kenne ich die typischen Stolpersteine aus der Praxis nur zu gut. Hier habe ich die wichtigsten Antworten für Sie zusammengefasst – klar und auf den Punkt gebracht.
Muss wirklich für jede einzelne PSA eine eigene Anweisung her?
Diese Frage sorgt oft für Unsicherheit. Die klare Antwort aus der Praxis lautet: Nein, nicht für jedes einzelne Produkt, aber für jede PSA-Gruppe oder Tätigkeit. Es wäre völlig unpraktikabel, eine separate Anweisung für fünf verschiedene Modelle von Schutzhandschuhen zu schreiben, wenn sie alle vor der gleichen Gefahr schützen, etwa vor mechanischen Risiken.
Bewährt hat sich hier ein pragmatischer, tätigkeitsbezogener Ansatz. Fassen Sie die Informationen clever zusammen. Erstellen Sie zum Beispiel eine Betriebsanweisung für „Schweißarbeiten“. Darin behandeln Sie dann alle dafür nötigen PSA-Komponenten gemeinsam – vom Schweißhelm über die speziellen Handschuhe bis hin zur Schutzkleidung. So finden Ihre Mitarbeiter alle relevanten Infos gebündelt an einem Ort, was die Sache erheblich vereinfacht.
Wie oft müssen Betriebsanweisungen eigentlich aktualisiert werden?
Eine Betriebsanweisung ist kein Dokument, das man einmal erstellt und dann in der Schublade vergisst. Es gibt zwar keinen starren, gesetzlich festgelegten Rhythmus wie „alle zwei Jahre“. Die Regel ist viel simpler: Sie müssen die Anweisungen immer dann anfassen, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern.
Typische Auslöser, die eine sofortige Überarbeitung erfordern, sind:
- Neue Arbeitsverfahren oder Maschinen: Ändert sich ein Prozess, müssen Sie die Gefährdungsbeurteilung und damit auch die Betriebsanweisung anpassen.
- Einsatz neuer Gefahrstoffe: Das zieht fast immer eine Neubewertung der nötigen PSA und eine Aktualisierung der Anweisung nach sich.
- Nach einem Arbeitsunfall oder Beinaheunfall: Das ist ein klares Warnsignal! Hier müssen die bisherigen Maßnahmen dringend auf den Prüfstand.
- Neue gesetzliche Vorschriften: Der Arbeitsschutz entwickelt sich ständig weiter. Ihre Dokumente müssen da mithalten.
Reicht es, die Anweisung einfach nur auszuhängen?
Ein klares und unmissverständliches Nein. Das bloße Aushängen einer Betriebsanweisung für PSA am schwarzen Brett ist bestenfalls eine nette Erinnerung, erfüllt aber niemals die gesetzlichen Pflichten zur Unterweisung. Das Gesetz fordert von Ihnen als Arbeitgeber, dass Sie aktiv sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter die Inhalte auch wirklich verstanden haben und anwenden können.
Der Aushang dient als ständige Gedächtnisstütze, kann aber die persönliche Unterweisung niemals ersetzen. Erst im Dialog, durch Nachfragen und am besten durch praktische Übungen stellen Sie sicher, dass die Schutzmaßnahmen wirklich sitzen. Und denken Sie immer daran: Im Schadensfall zählt nur die lückenlos dokumentierte Unterweisung.
Möchten Sie den gesamten Prozess – von der Erstellung über die Verwaltung bis zur Unterweisung – endlich digital und rechtssicher im Griff haben? AMS-Pro liefert Ihnen die Werkzeuge, mit denen Sie den Überblick behalten, Fristen automatisch überwachen und Ihre Dokumentation für jedes Audit wappnen. Erfahren Sie mehr auf der Website von AMS-Pro.
Geschrieben von

Thomas Schweig
Gründer von AMS-Pro - Arbeitsschutzsoftware, modern, flexibel, online Schluss mit unendlichen Excel Listen