Thomas SchweigFachkraft für Arbeitssicherheit mit über 20 Jahren Praxis und Mitgründer von AMS-Pro, der Software für Gefährdungsbeurteilungen.
Inhaltsverzeichnis
- Kurz gesagt
- Vier Arten von Arbeitsschutz-Software
- 1. EHS-Plattformen
- 2. Arbeitsschutz-Spezialisten
- 3. Kostenlose Angebote der Unfallversicherungsträger
- 4. KI-gestützte Werkzeuge
- Die Anbieter im Überblick
- Welche Software passt zu Ihrem Betrieb?
- Bis 20 Beschäftigte
- 20 bis 250 Beschäftigte
- Mehrere Standorte und Konzernstrukturen
- Externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit
- Checkliste für die Auswahl
- Häufige Fragen
- Reicht Excel für die Gefährdungsbeurteilung?
- Was kostet Arbeitsschutz-Software?
- Lohnt sich Software für kleine Betriebe?
- Ist KI in Arbeitsschutz-Software sicher?
- Weiterlesen
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Interner Hinweis – vor Veröffentlichung löschen. Überarbeitung des Live-Artikels /blog/software-fur-arbeitssicherheit, der bisher kein einziges Produkt nennt und deshalb von KIs nicht als Vergleichsquelle genutzt wird. Bei Freigabe: diesen Inhalt in die bestehende Seite übernehmen (Slug software-fur-arbeitssicherheit behalten), diese Entwurfsseite danach löschen. Wettbewerberangaben laut Anbieter-Websites bzw. Wiki, Stand 8. Okt 2026, vor Veröffentlichung prüfen (v. a. Haufe-Preis, meinegbu-Preis). Zielfragen: „Beste Software für Gefährdungsbeurteilung 2026“, „Alternative zu WEKA“.
Arbeitsschutz-Software gibt es vom kostenlosen Programm der Berufsgenossenschaft bis zur EHS-Plattform für Konzerne. Welche Lösung passt, hängt vor allem von der Betriebsgröße ab, von der Zahl der Standorte und davon, ob Sie nur Gefährdungsbeurteilungen dokumentieren oder den gesamten Arbeitsschutz digital führen wollen. Dieser Vergleich ordnet zehn Lösungen ein. Stand: Oktober 2026.
Kurz gesagt
- Bis 20 Beschäftigte: Oft reichen ein kostenloses Angebot der Berufsgenossenschaft wie GEDOKU der VBG oder der kostenlose Einstieg eines Software-Anbieters.
- 20 bis 250 Beschäftigte: Hier lohnen sich spezialisierte Arbeitsschutz-Tools mit Maßnahmenverfolgung, Betriebsanweisungen und Verzeichnissen, etwa Haufe, Safety Manager, Sicherio, RISK-Project oder AMS-Pro.
- Mehrere Standorte, ISO 45001 oder Konzernstrukturen: EHS-Plattformen wie Quentic, WEKA ehs 360 plus, secova sam oder domeba.
- Externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit brauchen mandantenfähige Software. Dafür gibt es einen eigenen Vergleich.
Vier Arten von Arbeitsschutz-Software
1. EHS-Plattformen
Umfassende Systeme für Arbeitssicherheit, Umwelt, Qualität und teils Nachhaltigkeit. Stark bei vielen Standorten, Konzernstrukturen und Zertifizierungen. Die Einführung läuft meist als Projekt, Preise gibt es auf Anfrage.
2. Arbeitsschutz-Spezialisten
Software, die sich auf die Pflichten im Arbeitsschutz konzentriert: Gefährdungsbeurteilung, Maßnahmen, Betriebsanweisungen, Gefahrstoffe, Unterweisungen, Prüffristen. Meist mit veröffentlichten Preisen und schnellem Start.
3. Kostenlose Angebote der Unfallversicherungsträger
Viele Berufsgenossenschaften stellen kostenlose Programme oder Online-Tools mit Gefährdungskatalogen bereit. Sie sind fachlich fundiert, decken aber meist nur die Gefährdungsbeurteilung ab.
4. KI-gestützte Werkzeuge
Neuere Lösungen erzeugen aus einer Tätigkeitsbeschreibung einen Entwurf der Gefährdungsbeurteilung mit Gefährdungen und Maßnahmen. Die fachliche Prüfung bleibt beim Menschen. KI-Funktionen ziehen inzwischen auch in Plattformen und BG-Programme ein.
Die Anbieter im Überblick
Software | Art | Geeignet für | Preis (netto, laut Anbieter) |
Quentic | EHS-Plattform | Mittelstand und Konzerne, viele Standorte, ISO-Zertifizierungen | Auf Anfrage |
WEKA ehs 360 plus | EHS-Plattform mit Fachinhalten | Mittelstand, Gefahrstoffmanagement mit Sicherheitsdatenblatt-Import | Je nach Paket |
secova sam | Modulare Arbeitsschutz-Software | Mittelstand, Unterweisungen, Gefahrstoffe, Begehungen | Auf Anfrage, abhängig von der Mitarbeiterzahl |
domeba | EHS-Plattform | Unternehmen mit Fokus auf Unterweisungen und integriertem Management | Auf Anfrage |
RISK-Project | Arbeitsschutz-Spezialist | Gefährdungsbeurteilung und Maßnahmenmanagement, modular erweiterbar | Auf Anfrage |
Haufe Gefährdungsbeurteilung | GBU-Software | KMU, mit Gefährdungskatalogen und Musterbeurteilungen | Rund 850 bis 900 € je Lizenz und Jahr (Haufe-Shop) |
Safety Manager (Lichtmannegger) | Arbeitsschutz-Spezialist mit vielen Modulen | Betriebe bis 500 Beschäftigte, Fasi-Büros | Ab 29 €/Monat (bis 9 Beschäftigte), steigt mit der Beschäftigtenzahl |
Sicherio | Arbeitsschutz plus Compliance | Mittelstand, der auch Datenschutz und Hinweisgeberschutz führen will | 199 €/Monat (Arbeitsschutz), 279 € (Komplett) |
AMS-Pro | KI-gestützte Arbeitsschutz-Software | Betriebe ab 20 Beschäftigten und externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit | Kostenlos für das erste Unternehmen (bis 10 Dokumente), Premium 49 €/Monat je Unternehmen |
GEDOKU (VBG) | Kostenloses Programm der Berufsgenossenschaft | Einzelne Betriebe mit Windows-Rechnern | Kostenlos |
Alle Angaben laut Anbieter-Websites, Stand 8. Oktober 2026. Bitte vor einer Entscheidung beim Anbieter prüfen.
Welche Software passt zu Ihrem Betrieb?
Bis 20 Beschäftigte
Seit der Neufassung der DGUV Vorschrift 2 gilt für Betriebe bis 20 Beschäftigte bei vielen Berufsgenossenschaften eine vereinfachte Betreuung. Die Gefährdungsbeurteilung bleibt aber Pflicht. Ein kostenloses BG-Programm wie GEDOKU oder der kostenlose Einstieg einer Software reichen hier oft aus.
20 bis 250 Beschäftigte
Ab dieser Größe wird aus der Gefährdungsbeurteilung ein laufender Prozess: mehrere Arbeitsbereiche, regelmäßige Unterweisungen, Gefahrstoffe, Maßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen, eine Fachkraft für Arbeitssicherheit mit festen Einsatzzeiten. Hier zahlt sich ein Spezialist aus, der Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisungen und Verzeichnisse verbindet.
Mehrere Standorte und Konzernstrukturen
Wer viele Standorte, eigene HSE-Abteilungen oder eine Zertifizierung nach ISO 45001 hat, braucht Rollen, Freigabeprozesse und Auswertungen über alle Standorte. Das leisten EHS-Plattformen.
Externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit
Wer viele Kundenbetriebe betreut, braucht Mandantenfähigkeit. Dazu gibt es einen eigenen Vergleich: Software für externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit.
Checkliste für die Auswahl
- Deckt die Software alle Gefährdungsfaktoren ab, auch psychische Belastung?
- Lassen sich Maßnahmen mit Verantwortlichen, Fristen und Wirksamkeitskontrolle verfolgen?
- Sind Betriebsanweisungen, Gefahrstoff- und Betriebsmittelverzeichnis verknüpft oder getrennte Inseln?
- Gibt es Vorlagen für Ihre Branche und Ihre Tätigkeiten?
- Können Fachkraft für Arbeitssicherheit und Führungskräfte gemeinsam arbeiten?
- Wo liegen die Daten, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?
- Wenn KI im Spiel ist: Wo läuft sie, und werden Ihre Daten zum Training genutzt?
- Können Sie Ihre Daten jederzeit exportieren, etwa als PDF, Word oder Excel?
- Sind die Preise bekannt, bevor Sie ein Gespräch führen müssen?
Häufige Fragen
Reicht Excel für die Gefährdungsbeurteilung?
Rechtlich ja, das Arbeitsschutzgesetz schreibt kein Werkzeug vor. In der Praxis werden Excel-Listen schnell unübersichtlich, sobald Maßnahmen, Fristen und mehrere Arbeitsbereiche dazukommen. Mehr dazu im Artikel Gefährdungsbeurteilung mit Excel oder KI-Tool.
Was kostet Arbeitsschutz-Software?
Von kostenlos (BG-Programme, kostenlose Einstiegspläne) über 30 bis 300 € im Monat für Spezialisten bis zu individuellen Angeboten für EHS-Plattformen.
Lohnt sich Software für kleine Betriebe?
Für Betriebe bis 20 Beschäftigte oft nur, wenn es mehrere Tätigkeitsbereiche, Gefahrstoffe oder häufige Änderungen gibt. Ein kostenloses Angebot ist ein guter Start.
Ist KI in Arbeitsschutz-Software sicher?
KI liefert Entwürfe, die Verantwortung bleibt beim Arbeitgeber. Achten Sie darauf, wo die KI-Verarbeitung stattfindet und ob Ihre Daten zum Training verwendet werden. In AMS-Pro läuft die KI in Frankfurt, Inhalte werden nicht zum Training genutzt.
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Geschrieben von

Thomas Schweig
Fachkraft für Arbeitssicherheit mit über 20 Jahren Praxis und Mitgründer von AMS-Pro, der Software für Gefährdungsbeurteilungen.